Projektplan

Phase 1

Bereitstellung eines Überblicks über den Prozess und die Strategien, die bei der Formulierung, Regulierung und Verbreitung von gesundheitsbezogenen Angaben von der Wissenschaft bis zum Verbraucher in drei kulturellen und sprachlichen Kontexten eine Rolle spielen.

In dieser Phase des Projekts werden wir durch Interviews mit Industrievertretern in Frankreich, Deutschland und Polen Informationen über die Prozesse und Herausforderungen bei der Platzierung von EFSA-zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmittelverpackungen sammeln, mit besonderem Bezug auf die Herausforderungen, die sich bei der Arbeit auf mehrsprachigen Märkten aus einer ursprünglich in Englisch verfassten Gesetzgebung ergeben. Parallel dazu werden wir in Fokusgruppen untersuchen, wie Verbraucher in diesen Ländern von der EFSA genehmigte gesundheitsbezogene Angaben interpretieren und verstehen und auf welche Art von Informationen sie besonders achten, wenn es um gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmittelverpackungen geht. Ziel ist es, sprachliche, visuelle und Marketingmerkmale zu identifizieren, die eine Schlüsselrolle für das Verständnis der Verbraucher für Gesundheitsinformationen auf Lebensmittelverpackungen und die Unterschiede zwischen diesen unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kontexten spielen.

Phase 2

Neugestaltung und Entwicklung der interaktiven Website in Zusammenarbeit mit Verbrauchern, Industrie und Akademikern, um es den Verbrauchern zu ermöglichen, sich auf neuartige, sympathische und partizipatorische Weise mit gesundheitsbezogenen Aussagen durch eine Reihe von Online-Activities auseinanderzusetzen.

Basierend auf den in Phase 1 gewonnenen Erkenntnissen werden wir unsere interaktive Website entwickeln, um Verbraucher mit gesundheitsbezogenen Aussagen in einer Reihe von spielerischen Activities in Französisch, Deutsch und Polnisch sowie in Englisch zu beschäftigen. Bestehende Activities auf der Plattform werden überarbeitet und neu gestaltet, um zwei Ziele zu erreichen: Zum einen werden sie den Verbrauchern mehr personalisierte Informationen über zugelassene gesundheitsbezogene Angaben, ihre Bedeutung und die Art der Lebensmittel, auf denen sie zu finden sind, bieten; zum anderen wird sie uns dabei helfen, den Beitrag verschiedener sprachlicher, visueller und Marketingmerkmale zum Verständnis und Vertrauen in Lebensmittel, die mit von der EFSA genehmigten gesundheitsbezogenen Angaben vermarktet werden, zu bewerten.

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Phase 3

Formulierung von Best-Practice-Leitlinien für Hersteller und Einzelhändler über effektive Wege zur Formulierung und Verbreitung wissenschaftlicher gesundheitsbezogener Angaben; Entwicklung von Empfehlungen für europäische Politiker und Regulierungsbehörden zur besseren Einhaltung der EU-Verordnung, dass Lebensmittelangaben vom beabsichtigten Verbraucher verstanden werden können.

Die Analyse der Daten aus Phase 1 und 2 wird zur Entwicklung von Leitlinien für die beste Praxis für Lebensmittelhersteller und Einzelhändler führen, die in jedem Land vermarktet werden, um ihnen zu helfen, die von der EFSA genehmigten gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmittelverpackungen auf die effektivste Weise zu verwenden, die auch von den Verbrauchern gut verstanden wird. Zusammen mit allen Interessengruppen werden wir eine Reihe von Empfehlungen für die europäischen politischen Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden entwickeln, wie gesundheitsbezogene Angaben so formuliert und verbreitet werden können, dass sie vom durchschnittlichen Verbraucher gut verstanden werden, wobei kultur- und sprachübergreifende Faktoren berücksichtigt werden.

Phase 4

Entwurf und Entwicklung eines Prototyps des „Herstellermoduls“ der Website.

Die im Jahr 2019 gesammelten Daten werden für das Design und die Entwicklung eines separaten Moduls der interaktiven Website verwendet, das sich an Lebensmittelhersteller und Aufsichtsbehörden richtet. Dies wird ihnen Zugang zu Daten über die Präferenzen der Verbraucher in Bezug auf die Präsentation von gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmittelverpackungen geben und damit den Verbrauchern eine Stimme in Verhandlungen zwischen Lebensmittelherstellern und Aufsichtsbehörden geben, wenn es einen Streit über die Rechtmäßigkeit oder Angemessenheit einer gesundheitsbezogenen Angabe gibt. Dieser Prototyp wird in den letzten Monaten des Projektjahres im Rahmen eines Webinars und eines Stakeholder-Workshops vorgestellt werden.